UrhG – Deutsches Urheberrecht

UehG – Deutsches Urheberrecht

Rechtsanwaltskanzlei Scharfenberg informiert über das deutsche Urheberrecht.

Inhaltsverzeichnis:

 

Begriff Urheberrecht

Das Urheberrecht

Es bedarf einer hohen geistigen und schöpferischen Leistung, ein urheberrechtliches Werk zu erstellen. Zudem ist dauert die Fertigstellung eines Werkes im Sinne des Urheberrechts sehr lange. Dazu kommen die mit der Fertigung des Produkts einhergehenden oft sehr hohen Kosten. All dies ist Grund genug das nunmehr fertigstellte Werk nicht schutzlos zu lassen, sondern dem Urheber per Gesetzes Rechte an seinem Werk einzuräumen. Dies ist durch das Urheberrecht geschehen.

Der Urheberschutz muss die Interessen des Schöpfers erfassen. Anerkannt sind hier idealistische sowie wirtschaftliche Gesichtspunkte, die dem Werkersteller in der Regel von Bedeutung sein dürften. In § 11 des Urheberrechtsgesetzes ist insoweit von dem Schutz der geistigen und persönlichen Beziehung des Schöpfers zu seinem Werk auf der einen Seite sowie auf der anderen Seite von dem Schutz in der Nutzung des Werkes gegen eine angemessene Vergütung die Rede.

So hat er Urheber primär das Verlangen auf Schutz und Anerkennung als Verfasser, Künstler oder Buchautor usw. seines geschaffenen Werkes. Das Gedankengut soll so in seiner von ihm fertiggestellten Form Bestand haben, daher möchte sich in der Regel der Urheber auch gegen eine Veränderung seines Werkes wehren.

In wirtschaftlicher Hinsicht soll der Urheber selbst bestimmen können, wie er sein Werk verwendet sehen will. Diesem Gedanken kommt das Urheberrecht zugute, welches lediglich die Einräumung eines Nutzungsrechts vorsieht. So kann ein Nutzungsrecht Dritten eingeräumt werden, die Urheberschaft kann jedoch nicht übertragen werden (§ 29 Absatz 1 Urheberrechtsgesetz).. Im Ergebnis heißt das, dass der Urheber stets am Erfolg seines Werkes in wirtschaftlicher Hinsicht beteiligt sein wird. Das Ausmaß dieser Beteiligung richtet sich freilich nach den Bedingungen des geschlossenen Nutzungsvertrages.

Aufgabe des Urheberrechts ist es also die Urheberschaft zu schützen und dem Urheber einen Nutzungsanspruch bei Nutzung durch Dritte anzuerkennen. In der Praxis ist oft die Urheberschaft nachzuweisen sowie die begangene Rechtsgutsverletzung, dass heißt die Verletzung des Urheberrechts ist darzulegen.

Nicht zuletzt aufgrund eines möglichen Nachweises der Urheberschaft vor Gericht ist die Verwendung eines Copyright-Vermerks anzuraten. Das deutsche Urheberrecht setzt keinen formalen Anmeldeakt voraus, welche für die Nutzung des aus dem angloamerikanischen Raum bekannten Copyright-Vermerks obligatorisch ist. Copyright-Vermerke in Veröffentlichungen etc. sind hierzulande nicht vorgeschrieben. Jedoch hat eine Verwendung im Hinblick auf Beweispflichten nur Vorteile. Eine Vermerk der Urheberschaft kann durch die Nutzung eines © in Verbindung mit dem Namen des Urhebers und gegebenenfalls der Jahreszahl der Erstveröffentlichung gerade bei gedruckten Werken sowie Kürzel des Urhebers bei Bildern….

Gerade im Zeitalter des Internets steht der Urheberrechtsschutz vor neuen Herausforderungen. Das Hauptproblem im Bezug auf die Verletzung von Urheberrechten ist die Vielfältige Nutzung von fremdem Gedankengut, wobei des nicht selten bereits am Unrechtsbewusstsein mangelt. Dies wird dadurch begünstigt, dass selbst offensichtlich geschützte Inhalte schnell kopiert und im Sinne des Urheberrechtsgesetzes verwandt und auch veröffentlicht werden können, ohne dass der Urheber hierzu sein Einverständnis gegeben hat.

Gerade diesen neuen Herausforderungen haben sich die in den letzten Jahren Neuerungen des Urheberrechtsgesetztes angenommen. So gab es im letzten Jahrzehnt diverse Änderungsgesetze. Diese sind zumeist infolge von nötigen Anpassungen aufgrund von europäischen Richtlinien erfolgt. Ziel der EG-Richtlinien ist es insbesondere einheitliche Urheberrechtsregelungen in den Gemeinschafsländern zu schaffen. Wobei darüber hinaus natürlich strengere Regelungen zugelassen werden dürfen, da die gemeinsam festgelegten Normen stets als Mindestanforderungen anzusehen sind. Die deutsche Regierung hat auch in einigen Fällen zum Schutz des Urhebers für diesen vorteilhaftere Bestimmungen ins deutsche Recht umgesetzt.

Das Urheberrecht passt sich also der Zeit an. Das muss es auch um den Schutz des Urhebers unter den geänderten Bedingungen jederzeit gewährleisten zu können. Es wird stets ein wandelbares Gesetz mit relativ vielen Änderungen und Ergänzungen bleiben, um sich den Herausforderungen, mit denen ein urheberrechtlich geschütztes Werk in der Zukunft konfrontiert werden wird, stellen zu können.

 

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Rechtsanwältin K. Scharfenberg

 
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